Dienstag, 30. Oktober 2012

Lebensabschnittswahlaufenhaltswohnort

Die mitunter größte Herausforderung in HK ist für mich nach wie vor, mein Zimmer mit einer anderen Person zu teilen, und das auch noch in einem Hostel. Aber auch hier gilt: was mich nicht umbringt... ; und man lernt aus Situationen wie diesen, dass es auszuhalten ist, auch wenn man sich das anfangs schwer vorstellen kann. Da ich mir, bevor ich hier hergekommen bin, überhaupt kein Bild davon machen konnte, wie so ein Hostel von innen aussieht und was es heißt, hier zu wohnen, dachte ich mir, ich zeige euch mal ein paar Fotos.


Die Klimaanlage des Schreckens, die sich anhört wie ein 40 Jahre alter Kühlschrank, mir hier aber gute Dienste geleistet hat, als es noch so unterträglich heiß war. Mein Bett steht zwischen dem Schreibtisch und dem Schrank, auf der anderen Seite steht das gleiche nochmal für meine Mitbewohnerin. Charmante 9,5 m². Und die Bettwäsche wurde mir vom Hostel gestellt, ich liebe den Retrolook :)


 Den Ausblick von meinem Fenster schätze ich sehr, weil es auch bedeutet, dass hier wenig Lärm ist, außer ein paar bellenden Hunden in der Nacht. Die Natur hier ist einerseits bezaubernd und andererseits beängstigend. Wer weiß, was in diesem Dickicht alles lauert.




Kleine Botschaften an meiner Tür von meiner floor representative Ling Ling (sie heißt tatsächlich so). 


Unser Common Room mit Aussicht auf die anderen Hostels.

 Mein Floor: Long Wing, 4. Stock, Hall D. Mein Zimmer ist (zum Glück) ganz hinten links, direkt neben dem Notausgang, so dass ich dort relative Ruhe habe.

 Im Pantry gibt es einen Wasserhahn extra für Trinkwasser, keine Selbstverständlichkeit hier. Meistens trinke ich aber abgekochtes Wasser.

Eine der Türen, traditionell mit Laternen geschmückt fürs Mid-Autumn-Festival.


 Female Lavatory - ein ganz eigener Mikrokosmos.




Hinweisschilder, die erklären, wie man sich die Hände waschen muss und wie man die Gesichtsmaske anbringt ('Use mask properly'), wenn man erkältet ist, sind in HK nichts ungewöhnliches, eigentlich sind sie allgegenwärtig.

 Auch die Notfallknöpfe finden sich überall auf dem Campus: auf jeder Toilette, in jeder Dusche, in jedem Zimmer. Für den Fall, dass man mal wieder einen Herzinfarkt beim Pinkeln kriegt, ist man hier sicherlich bestens vorbereitet.

 Geputzt wird hier vom Hostel-Reinigungspersonal, zum Glück, denn würde man es den Mädchen hier überlassen, würde Chaos ausbrechen.
 Der Ausblick aus dem Lavatory-Fenster: es hat das erste Mal seit 7 Wochen geregnet, und dabei ist viel Dampf enstanden.

 Danke für den Hinweis, ich werde mich daran halten.


 Wie überall ist auch hier das Rauchen verboten. 5000 HK$ sind ca. 500 €.
Und das ist sie, die einzigartige Lebensabschnittswahlheimat in HK, a.k.a. 
'Lam Woo Hall' bzw. Hostel D. Palmen direkt vor der Haustür hat auch nicht jeder...

Montag, 15. Oktober 2012

ein paar Bilder

Auch in Hong Kong will studiert werden, und langsam kehrt schon fast so etwas wie Alltag ein, der sich in keine besondere Kategorie einordnen lassen möchte, sondern einfach nur 'passiert'. Ich versuche das in Bildern festzuhalten und es gelingt nur ansatzweise, hoffe aber, dass die Bilder doch irgendwie für sich sprechen.

 MTR (U- und S-bahn)-fahren: sehr günstig, sehr schnell, sehr zuverlässig. 50% der Passagiere schlafen, 50% spielen mit Smartphone, Ipad oder sonstigem elektronischem Gerät rum. Die MTR ist sehr viel sauberer und moderner als bei uns und besteht außerdem aus nur einem langen Wagen. 


 Das ist Andy, Jakobs 'buddy', der in der Harbor-City-Mall (Ocean terminal) vor einem interaktiven Plan der Mall steht. Der Clou daran: man wird direkt mit einem Mitarbeiter der Mall verbunden, der einem dann auf dem Plan zeigt, wo man hinlaufen muss, weil das Einkaufszentrum so groß ist, dass man völlig orientierungslos ist.


 Ebenfalls im ocean terminal der Harbour-City Mall. Und nur um alle Missvertändnisse aus dem Weg zu räumen: Es ist eine Eclair-Sitzbank.

 Zugegebenermaßen sieht das nicht sonderlich außergewöhnlich aus. Aber für uns war es das: das erste Mal seit beinahe 2 Monaten richtig "europäisches" Essen, ein Pizza- und Antipastibüffet im pizza express in Hong Kong, mit bester Panoramasicht auf die Skyline. Dazu gab es live-Jazzmusik aus Dänemark. Es kam mir vor als hätte ich niemals besseres zu essen gehabt.

 Die großartige Signe Juhl aus Dänemark.
 http://www.youtube.com/watch?v=slvjj9S9FmI

 Moises und Andy - im Hintergrund die bescheidene Aussicht auf die Skyline.

 Die zwei kennt man ja.

 Der Abend war alles in allem wirklich absolut perfekt. 
Auch wenn ich mir etwas 'posh' vorkam...

 Einkaufen in Hong Kong bedeutet vor allem eines: Shoppingmalls!
Hier: Timessquare in Causeway Bay. Außer dem Starbucks befindet sich darin wohl kein für mich bezahlbares Geschäft, leider.


 Andy und Jakob mit ihrer Schweinshaxe im King Ludwig - einem deutschen Restaurant in Tsim Sha Tsui.

 Meine Maultaschen waren zwar super lecker, leider nur viel zu wenig.



 Jakob saugt mit einem Strohhalm das Knochenmark aus seiner Lammkeule, die er bei unserem Lieblingsinder, dem Tuen Mun Curry House, bestellt hat. Vor eben diesem Restaurant stehen wir alle, mitsamt dem Inhaber (neben mir), der wirklich alles dafür tut, uns jedes Mal einen wundervollen Abend zu bereiten.

 Man gönnt sich ja sonst nichts - Oktoberfestbier.



Dekoration an meiner Zimmertür. 
Yummie breakfast...

 Hello library my old friend - viel viel viel Arbeit.
Eine Sache, die ich in Deutschland schmerzlich vermissen werde, ist das Freibad auf dem Campus. Man kann hier für lächerliche 30 cent in einem 25-30°C warmen Becken (wohlgemerkt unbeheizt), in einer Hochhäuserschlucht und umgeben von Palmen, seine Bahnen schwimmen. Bis die Winterpause am 4. November einsetzt, muss ich das noch so gut wie möglich nutzen.